| Klubski | |||
|---|---|---|---|
| 1 | SN | Uwe Wahlig | 7.288 |
| 2 | AF | Christopher Hanson | 6.805 |
| 3 | SG | Justus Sander | 6.776 |
Heute Morgen hieß es: alles auf eine Karte. Am Abend ist sie aufgedeckt. Deutscher Meister der Clubklasse 2026 ist Uwe Wahlig.
7289 Punkte, fünf Tagessiege, am Ende 484 Punkte Vorsprung. Souverän von der ersten bis zur letzten Wende.
Und doch gehörte der Schlusstag nicht ihm. 370 Kilometer, reines Racing, kein AAT, keine Mindestzeit – der einzige Tag ohne Handbremse. Wer noch Edelmetall wollte, musste es sich jetzt holen.
Vorne wurde geliefert. Wie eng es an der Spitze zuging, sah man am besten von außen: "Keiner hat dem anderen etwas durchgehen lassen", schildert ein Beobachter am Boden. "Du willst in den Bart einsteigen, da zieht dir der eine den Karren vor die Nase. Die Jungs haben's heute ernst genommen."
Einer zog davon: Christopher Hanson, LSV Schneverdingen. 115,3 km/h, der schnellste im Feld, glatte 1000 Punkte. Damit springt er auf den letzten Drücker von Rang sechs auf Silber.
Sein Rezept: früh weg, allein, raus aus dem Pulk. "Wichtig war, früh abzufliegen, um die Konvergenzen zu nutzen." Bei Bayreuth zweimal sauber zentriert, an der dritten Wende im Norden – inzwischen blau – noch einen rettenden Bart mit zweieinhalb Metern gefunden. Kein Tiefpunkt, kein Tempoverlust. Am Ende lag er nach Wahligs Worten 70 Kilometer und eine gute halbe Stunde vor dem Meister.
Das eigentliche Stück Geschichte steht weiter vorn im Kalender. Tag eins, Außenlandung im Tal. "Ich dachte, der Wettbewerb ist gelaufen." War er nicht. Von hinten Stück für Stück nach vorn – bis aufs Treppchen. Schon 2023 bei der Junioren-DM hatte er nach zwei frühen Außenlandungen aufgeholt. Diesmal reicht der Lauf bis ganz nach oben in den Verfolgern.
Und der Meister? Ließ die Jungen rennen und kam als Neunter rein – mehr brauchte er nicht. Gewartet hat er am Abflug trotzdem: auf Wolken, die im Norden lange auf sich warten ließen, "und natürlich, damit ein paar Leute vor mir sind."
Sekt zum Titel? Fehlanzeige. "Kein Wettbewerb." Stattdessen Checklisten – für alles, logistisch wie taktisch. "Uwe hat mittlerweile für jede Lage die Checkliste, die er braucht", sagt sein Bruder. Heute wurde er mit dem abhaken nicht ganz fertig, vergaß ein Panel – und war vor dem Start tatsächlich nervös. In der Luft war davon nichts mehr zu sehen.
Hinter dem Silber wurde es eng. Justus Sander aus Burgdorf holt Bronze. Den letzten Endanflug musste er zittern: an der letzten Wende zu tief für die Basis, dann häppchenweise nach Hause. "Außenlanden wäre das K.o. gewesen." Es ging gut.
Nicht für alle ging die Rechnung auf. Leon Bohnenkamp, lange im Titelkampf, fand diesmal nicht ins Tempo. "Zu spät abgeflogen", sagt er, ohne Groll. "War super, aber leider nicht gut genug für mich. Es gibt Tage, da sind die anderen besser." Großer Sport.
Was die Medaillen bedeuten: Gold das Ticket zur Weltmeisterschaft, Silber und Bronze in aller Regel die Europameisterschaft – und für alle drei den Platz im Nationalteam. Justus Sander gehört da mit 21 schon dazu, bei seiner ersten DM überhaupt.
Ein persönliches Wort zum Schluss.
Der Feuerstein ist ein famoser Ausgangspunkt für Streckenflüge und Urlaub, dies hat die Meisterschaft wieder eindrucksvoll bewiesen.Wir freuen uns über jeden, der zum Fliegerurlaub zu uns kommt – einfach kommen, um den Rest kümmern wir uns sehr gerne, jederzeit.
Danke an das gesamte Orgateam für elf Tage reibungslosen Ablauf. Danke an die Teilnehmer für diszipliniertes, faires Fliegen bis zur letzten Landung.
Und ein besonderer Dank an Jürgen Wisbacher, der das Ganze als ehrenamtlicher Wettbewerbsleiter zusammengehalten hat.
Und danke an euch – an alle, die elf Tage lang mitgelesen und mitgefiebert haben. Danke fürs Mitlesen.
Guten Morgen vom Feuerstein - zum letzten Mal. Die Karten liegen auf dem Tisch. Uwe Wahlig fuehrt, zwei Tagessiege in Folge, der dickste Stapel am Tisch. Heute liegt ein voller 1000-Punkte-Tag aus, und der entscheidet die Meisterschaft. Kein AAT, keine Mindestzeit, kein Taktieren mit der Uhr. Ein festes Vieleck ueber Frankenwald und Oberpfalz, 370 Kilometer um fuenf Wenden - Grosser Kornberg, Flossenbuerg, Blessberg, Teuschnitz, Gefrees, zurueck zum Feuerstein. Wer am schnellsten herumkommt, gew...
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