Deutsche Segelflugmeisterschaft Clubklasse 2026

Burg Feuerstein, Nemčija,   10. junij 2026 – 26. junij 2026

Was wie ein Plan aussah

Guten Abend vom Feuerstein!

Von außen sah es aus wie ein kühl durchgezogener Jagdzug: Uwe Wahlig fliegt spät ab, holt sich dann einen nach dem anderen und sichert sich den Tagessieg. Im Cockpit war es das genaue Gegenteil.

Denn jagen wollte Wahlig heute gar nicht. „Ich wollte weit mit dem Pulk fliegen — entspannter Tag, sicher ankommen." Nur: über dem Platz ging nichts. Er kam nicht hoch, auch nicht dort, wo die Wolken standen, und hing schließlich 120 Meter unter der Abflughöhe. Aus dem geplanten Mitschwimmen wurde eine nüchterne Rechnung: „Wenn's zum Tagesmaximum um drei Uhr nicht geht, wird's nachher nicht besser. Ich muss Gas geben, sonst wird das nichts." Also Vollgas — aus der Not.

Was dann kam, ist sein Markenzeichen. Hoch und schnell: Bärte unter zweieinhalb Metern ließ er stehen und blieb dadurch ständig oben — so oft, dass die FL95-Warnung öfters ansprach, „in einer Minute wär ich oben gewesen". Und zum Schluss ein Endanflug, wie ihn nicht jeder wagt. Nach vorn sah es schlecht aus, blau, das Ziel im Nichts. Also kurbelte er bei Bayreuth ein letztes Mal, stellte McCready auf null — „null komma null" — und ließ es laufen: jede Fluse mitgenommen, mit der schlichten Hoffnung, dass es reicht. Es reichte, von Bayreuth bis heim.

Und der Zweite? Brian Rechenberger hatte dasselbe Elend am Platz vor dem Abflug — „Zen-Übungen mit null drei", eine Viertelstunde lang, dann „mit der Schnauze voll" in 1.900 Metern raus. Nach dem Abflug lief auch bei ihm alles: bei Erbendorf „fünf null von unten bis oben, das ging wie die Sau". Er fühlte sich gut, hatte für sich alles richtig gemacht — und trotzdem fehlten am Ende gut sieben km/h. Wo nur? „Weiß ich nicht. Wahrscheinlich beim Start."

Die Daten zeigen, wohin sie verschwanden: Beim Steigen lag Rechenberger sogar einen Tick vorn, geglitten sind die beiden gleich gut — nur flog Wahlig zwischen den Bärten im Schnitt rund 13 km/h schneller vor. Das, dazu der lange Endanflug, macht den deutlichen Vorsprung.

Und dem Feld gehen langsam die Antworten aus. Selbst Robin Förster, heute selbst weit vorn, schüttelt nur den Kopf: „Faszinierend, was der Uwe aus diesem Flieger rausholt. So sauber kann ich gar nicht fliegen." Wahlig und Rechenberger sind momentan die Messlatte — der Rest fliegt um die Plätze dahinter.

Bis morgen...

Napisal: Christian Maex dne 19. junij 2026 ob 19:15.
Popravil: Christian Maex dne 19. junij 2026 ob 19:16.

Najnovejša naloga

Naloga 6, 20. jun. 2026
Razdalja naloge: 146,40 km  /  218,68 km  (162,37 km)
Trajanje naloge: 1:45:00
Posodobljeno: 20. 6. 26, 10:14